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  • Tipps zur Wohnungssuche in Düsseldorf

    Tipps zur Wohnungssuche in Düsseldorf

    Der Wohnungsmarkt in Düsseldorf ist hart umkämpft. Der stetig wachsenden Einwohnerzahl steht ein vergleichsweise geringes Angebot an freien Wohnungen gegenüber. Dieser Umstand erschwert mitunter die Wohnungssuche in der Rheinmetropole. Häufig sieht man sich bei Wohnungsbesichtigungen einer großen Anzahl an Mitinteressenten gegenüber, was die Aussicht auf die Wunschwohnung eintrübt. Wir geben ein paar Tipps für die Wohnungssuche in Düsseldorf.

    Rund 12.000 Wohnungen zu wenig

    Nach Zahlen des Immobilienunternehmens Colliers International hat sich die Anzahl der Haushalte in Düsseldorf von 2012 bis 2017 um etwa 22.000 erhöht. Dieser gestiegenen Nachfrage stehen jedoch nur knapp 10.000 neue errichtete Wohnungen in der Stadt gegenüber. Laut Expertenmeinung wurden rund 12.000 Wohnungen weniger fertiggestellt, als nötig wären. Zwar bemüht sich die Stadtspitze darum, den Wohnungsmarkt durch neue Projekte zu entspannen, bislang sind die Maßnahmen jedoch nicht ausreichend. Aufgrund der enormen Nachfrage ist auch in den kommenden Jahren mit weiter steigenden Mieten und Kaufpreisen für Immobilien in Düsseldorf zu rechnen.

    Mietkosten in Düsseldorf

    Wer in Düsseldorf auf Wohnungssuche ist, sollte sich vorab über die ortsüblichen Mieten informieren. Dabei hilft der Mietspiegel Düsseldorf. Wer etwa als Single nach Düsseldorf kommt und nach einer üblichen Wohnungsgröße zwischen 50 und 60 Quadratmetern sucht, sollte mit einer Kaltmiete von 600 bis 700 Euro kalkulieren. Natürlich gibt es auch günstigere Wohnungen, diese zu ergattern ist aber entsprechend schwierig. Günstiger ist es mitunter bei den städtischen Wohnungsgenossenschaften. Dafür müssen jedoch vorab Genossenschaftsanteile erworben werden. Für Geringverdiener und Studenten gibt es die Möglichkeit, über einen Wohnberechtigungsschein (WBS) Zugang zu einer Sozialwohnung zu erhalten. Um diesen zu beantragen, muss ein entsprechender Antrage beim Wohnungsamt eingereicht werden. Ergänzend sind die Einkommenserklärung sowie die aktuelle Meldebescheinigung oder gültiger Personalausweis bzw. die Aufenthaltserlaubnis bei ausländische Staatsangehörige vorzulegen.

    Selber suchen oder einen Makler beauftragen?

    Trotz der enorm hohen Nachfrage, gibt es auch in Düsseldorf freie Wohnungen. Diese zu finden und zur richtigen zeit am richtigen Ort zu sein, ist hingegen nicht ganz unkompliziert und hat letztlich auch mit dem Faktor Glück zu tun. Vor allem berufstätige Personen haben nicht immer die Zeit, selbst nach einer neuen Behausung zu suchen. An dieser Stelle kann ein Immobilienmakler beauftragt werden, der die Wohnungssuche übernimmt. Hierzu werden dem Makler in einem Vorgespräch alle relevanten Informationen und Suchkriterien mitgeteilt. Im Anschluss begibt sich der Dienstleister auf die Suche nach passenden Angeboten. Alternativ kann der Immobilienmarkt aber natürlich auch in Eigenregie durchforstet werden. Klassische Anzeigen in der Tageszeitung oder auf einschlägigen Immobilienportalen bieten für jeden Anspruch eine mehr oder weniger große Auswahl.

    Wissenswertes zum Mietvertrag

    Die meisten Vermieter in Düsseldorf verwenden für den Mietvertrag inzwischen eine Vorlage Haus und Grund Düsseldorf, einem Zusammenschluss von mehr als 16.000 Haus- und Grund- und Wohnungseigentümern. Die Vereinigung vertritt seit mehr als 100 Jahren die Interessen der privaten Immobilieneigentümer gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Die Mietverträge von Haus und Grund werden regelmäßig überarbeitet und der aktuellen Rechtsprechung angepasst. So können Mieter sicher sein, dass sie nicht übervorteilt werden. Jedoch individualisieren viele Vermieter die Vorlage, indem sie Passagen streichen oder handschriftliche Ergänzungen hinzufügen. Dagegen ist in der Regel nichts einzuwenden, jedoch sind die veränderten Regelungen genau zu prüfen. Zudem wird häufig einen ergänzende Hausordnung als Anhang übergeben. Auch diese kann unzulässige Regelungen beinhalten.

    Hilfe durch den Mieterverein Düsseldorf

    Sollte es vor, während oder nach dem, Mietverhältnis zu Problemen oder Unstimmigkeiten mit dem Vermieter kommen, so ist der Mieterverein Düsseldorf e.V. ein kompetenter Ansprechpartner. Der Verein hat inzwischen mehr als 32.000 Mitglieder, denen er eine Rechtsberatung sowie Hilfe und Schutz in Fragen rund um die Wohnung bietet. Bei Problemen zwischen Mieter und Vermieter oder der Verwaltung wird vorrangig eine außergerichtliche Lösung angestrebt. Für einen Mitgliedsbeitrag von 66 Euro im Jahr können Mitglieder die Volljuristen des Mietervereins zur Beratung bei Themen wie Mieterhöhungen, Überprüfung eines Mietvertrages oder der Neben- und Heizkostenabrechnung, Mängeln, Rückforderung der Mietkaution und vielen anderen mehr in Anspruch nehmen.

  • Städtische Wohnungsgesellschaft will bis 2021 bis zu 1.500 bezahlbare Wohnungen bauen

    Städtische Wohnungsgesellschaft will bis 2021 bis zu 1.500 bezahlbare Wohnungen bauen

    Die Städtische Wohnungsgesellschaft (SWD) soll in den nächsten Jahren verstärkt als Investor auf dem Markt auftreten und so für neue, bezahlbare Wohnungen sorgen. Entsprechende Planungen wurden nun bei der Vorstellung von Dr. Heinrich Labbert als neuem Geschäftsführer der städtischen Tochtergesellschaft bekanntgegeben. Die SWD soll eigeninitiativ dringend erforderliche Neubauten errichten, die für Entlastung am äußerst angespannten Mietermarkt in Düsseldorf sorgen sollen.

    Durchschnittlicher Mietpreis von 5,90 Euro pro Quadratmeter

    Geplant sind 1.200 bis 1.500 Wohnungen innerhalb der nächsten fünf Jahre, davon mehr als die Hälfte öffentlich gefördert. Der durchschnittliche Mietpreis für SWD-Wohnungen liegt bei 5,90 Euro pro Quadratmeter. Insgesamt bewirtschaftet die SWD mehr als 8.400 Wohnungen. Diese sind zum Großteil erst vor einigen Jahren in ihren Besitz übergegangen, als die Stadt ihr die Wohnungen aus ihrem Besitz übertrug.

    200 neue Wohnungen pro Jahr geplant

    Die geplanten Neubauprojekte sollen aus eigenen finanziellen Mitteln der städtischen Wohnungsgesellschaft gestemmt werden. Ein Knackpunkt sind jedoch bislang die Grundstücke für die Neubauprojekte. Hier hofft man auf städtische Flächen. Zudem soll eine verstärkte „Verdichtung im Bestand“, also Schaffung neuer Wohneinheiten auf Arealen, auf denen die SWD ohnehin schon Wohnungen unterhält, forciert werden. Letztendlich sollen aber auch neue Grundstücke für den Wohnungsbau erschlossen werden.

    Durch besonders effektive Planung sollen so pro Jahr bis zu 200 neue Wohnungen entstehen, die vor allem einkommensschwachen Mietern zu Gute kommen sollen. Vor allem Wohneinheiten für Singles und Familien sind aktuell gefragt. Zudem soll der neue Wohnraum langfristig energetisch effektiv, ressourcenschonend und umweltgerecht sein. Dabei sollen flexible Grundrisse, generationsgerechte Planung und die Integration von Gemeinschafts-, Sozial- und Verkehrsflächen, schon im Entwurfsstadium, helfen.

  • Tipps zum Wohnen in Düsseldorf

    Tipps zum Wohnen in Düsseldorf

    Da uns immer wieder Anfragen von Menschen erreichen, die bald nach Düsseldorf ziehen wollen, möchten wir in diesem Artikel kurz auf einige immer wiederkehrende Fragen eingehen.

    Die Einwohnerzahl von Düsseldorf wächst seit Jahren stetig an und hat längst die Marke von 600.000 überschritten. Unter den Neu-Düsseldorfern bzw. Neu-Düsseldorferinnen befinden sich vor allem junge Arbeitnehmer, meist Singles, die eine günstige Zwei-Zimmer-Wohnung in zentraler Lage oder einem angesagten Stadtteil suchen. Aber auch ältere Menschen ziehen wieder verstärkt nach Düsseldorf, da sie im Rentenalter die Vorzüge der Großstadt, des Kultur- und Veranstaltungsangebots und die kurzen Wege zu schätzen wissen. Dieser Personenkreis verfügt in der Regel über bessere finanzielle Mittel und sucht eine möglichst barrierefreie Wohnung mit guter Anbindung. Da uns immer wieder Anfragen von Menschen erreichen, die bald nach Düsseldorf ziehen wollen, möchten wir in diesem Artikel kurz auf einige immer wiederkehrende Fragen eingehen.

    Welche Stadtteile sind zu empfehlen?

    Generell ist natürlich jeder der 50 Düsseldorfer Stadtteile liebens- und lebenswert – jeder auf seine individuelle Art. Dennoch haben sich in den letzten 20 Jahren einige Stadtteile hervorgetan, die vor allem auf die jüngere Zielgruppe eine gewissen Anziehung ausüben. Zu nennen wären da vor allem Flingern, Bilk und Pempelfort die alle durch eine lebendige Gastronomieszene und verschiedene Kulturangebote zu überzeugen wissen. Natürlich müssen sich alle drei Viertel aber auch dem Vorwurf der wachsenden Gentrifizierung stellen. Stadtteilen, in denen diese Entwicklung noch nicht derart Fuß gefasst hat, sind Derendorf, Friedrichstadt und Düsseltal. Wer es deutlich ruhiger und vor allem grüner mag, der sollte sich mit Hamm (der Düsseldorfer spricht vom Kappes-Hamm!), Urdenbach oder Angermund umsehen. Einen ganz eigenen Charme haben die Stadtteile Benrath und Kaiserswerth, die Wert auf ihre eigenständige Geschichte legen.

    Parken in Düsseldorf

    Im Jahr 2017 waren in Düsseldorf gut 305.000 Pkw zugelassen. Demnach kommt auf jeden zweiten Düsseldorfer ein Auto. Kein Wunder also, dass Parkplätze im Stadtgebiet absolute Mangelware sind. Auch wenn die Stadt bei jedem Neubauprojekt die Berücksichtigung von Parkplätzen vorgibt, reichen diese meist nicht aus. Als Beispiel sei die erst vor wenigen Jahren in Betrieb genommene Toulouser Allee genannt, die das Stadtzentrum mit dem Norden verbindet. Diese vierspurige Entlastungsstraße ist inzwischen durchgängig auf einer Spur zugeparkt, was die Nutzbarkeit der 2,6 Kilometer langen Verkehrsader erheblich einschränkt. Daher geht das Städtische Ordnungsamt seit Jahren verstärkt gegen Falschparker vor, da diese auch wichtige Rettungswege versperren. Wer nicht regelmäßig ein Knöllchen zahlen möchte (im Durchschnitt werden 15 Euro fällig), dem empfiehlt sich eines der zahlreichen Mietparkhäuser. Pro Monat werden hier je nach Stadtteil und Lage zwischen 30 und 70 Euro fällig. Dafür erspart man sich die meist nervenaufreibende und zeitintensive Parkplatzsuche.

    Grundsätzlich sollte man sich aber die Frage stellen, ob man weiterhin wirklich noch ein eigenes Auto benötigt. Denn neben dem gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr der Rheinbahn, stehen nahezu im gesamten Stadtgebiet alternative Mobilitätsangebote zur Verfügung. Diese reichen von Car-Sharing über Leihfahräder bis hinzu Elektro-Roller Sharing und sind für kürzere Distanzen innerhalb des Stadtgebiets eine ideale und kostengünstige Lösung.

    Neubau, Altbau oder irgendwas dazwischen?

    Im Vergleich zu anderen Großstädten verfügt Düsseldorf nicht mehr über ein sonderlich großes Maß an Altbauten. Vor allem im Stadtzentrum sind Gebäude dieser Art rar. Dafür kann man in den äußeren Bezirken noch Glück haben und eine Wohnung mit großzügiger Deckenhöhe ergattern. Dafür sind Neubauten in den letzten Jahren in nahezu allen Stadtteilen entstanden. Im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts „Düsseldorf 2020+“ wurde die Schaffung von neuem Wohnraum forciert, so dass inzwischen zahlreiche neue Wohnviertel entstanden sind, so zum Beispiel Grafental oder das Quartier Central. Dennoch ist die Mietsituation weiterhin angespannt. Viele Wohnungen wurden für eine besonders solvente Zielgruppe konzipiert und übersteigen somit häufig die Mittel junger Familien oder der oben erwähnten Single-Haushalte. Ein Missstand der mittelfristig durch eine Quote für zu bezahlbarem Wohnraum bei Neubauprojekten abgemildert werden soll.

    Renovierung, Sanierung, Umbau

    Wer die passende Wohnung gefunden hat möchte sich natürlich möglichst schnell heimisch fühlen. Dafür ist eine individuelle Renovierung der neuen vier Wände sicherlich ein probates Mittel. Die zahlreichen Baumärkte im Stadtgebiet sind eine optimale Anlaufstation, um sich mit allen nötigen Materialen wie Farben, Tapeten oder Lampen einzudecken. Wer größere Bauvorhaben hat, dem steht mit der Bauhaus Drive-In Arena im Stadtteil Gerresheim ein außergewöhnlicher Markt für Baustoffe und Baumaterialien offen. Wer sich an größere Bauprojekte nicht selbst heranwagt, der kann auf die zahlreichen professionelle Handwerksbetriebe zurückgreifen. Denn während etwa das Tapezieren und streichen der Wände von den meisten Laien selbst bewerkstelligt werden kann, ist zum Beispiel das Legen von Fliesen oder der Austausch des Fußbodens deutlich aufwändiger.

    Coole Kneipen und nette Cafés

    Vor allem jüngeren Mietern ist es wichtig, im Umkreis der eigenen Wohnung eine attraktive Gastronomieszene vorzufinden. Eine nette Szenekneipe, in der man mit Freunden und Kollegen das ein oder andere Feierabend-Altbier trinken kann, ist genauso wenig zu verachten, wie ein gemütliches Café mit leckerem Kuchen und besonderen Kaffee-Spezialitäten. Eine besondere Dichte dieser Angebote weisen die verschiedenen Einkaufsstraßen in den Stadtteilen auf. Zu nennen wären etwa die Lorettostraße (Unterbilk) mit dem angrenzenden Areal rund um die Bilker Kirche, die Nordstraße (Pempelfort), die Rethelstraße (Düsseltal) oder auch die Luegallee im linksrheinischen Oberkassel.

  • Zwischen Wohntürmen, Nachverdichtung und Umwidmung

    Zwischen Wohntürmen, Nachverdichtung und Umwidmung

    Die florierende Wirtschaft Düsseldorfs, die hervorragende Infastruktur und das umfangreiche Kultur- und Eventangebot locken seit vielen Jahren immer mehr Menschen in die Stadt. Doch diese wollen mit bezahlbarem Wohnraum versorgt werden. Eine Mamutaufgabe für die Lokalpolitik.

    Herausforderungen für den Wohnungsmarkt in Düsseldorf

    Düsseldorf ist die zweitgrößte Stadt Nordrhein-Westfalens und nach Einwohnern die siebtgrößte Stadt Deutschlands. Die florierende Wirtschaft, die hervorragende Infastruktur und das umfangreiche Kultur- und Eventangebot locken seit vielen Jahren immer mehr Menschen in die Stadt. Diese neuen Einwohner mit bezahlbarem Wohnraum zu versorgen, ist eine Mamutaufgabe, der die Stadtspitze mit zahlreichen Projketen begegnet. Jedoch sind Flächen für neue Wohnungsbauprojekte im Stadtgebiet inzwischen Mangelware. Daher setzt man auf kreative Methoden wie Umwidmungen, Nachverdichtung oder moderne Wohntürme, um den steigenden Bedarf zu decken.

    Wachstum in der Fläche nicht möglich

    Die Lage der Landeshauptstadt ist eine Besondere. Im Norden grenzt sie an die Großstadt Duisburg, im Westen an den Rhein-Kreis Neuss und im Süden und Osten an den Kreis Mettmann. Damit ist die Stadt am Rhein vollständig von anderen Städten und Gemeinden umschlossen, die ihrerseits eine hohe Bevölkerungsdichte aufweisen. Da die Stadt somit nicht in der Fläche wachsen kann, müssen die vorhandenen 217,41 Quadratkilometer Stadtgebiet möglichst effizient genutzt werden, um möglichst vielen Einwohnern Wohnraum zu bieten und gleichzeitig Industrie und Gewerbe nicht zu verdrängen.

    Projekt Pandion Le Grand in Düsseldorf
    Das Projekt Pandion Le Grand umfasst eine Wohn-/Nutzfläche von 14.115 Quadratmetern. 166 Wohnungen sind hier untergebracht. Foto: Pandion

    Option Wohnhochhäuser

    Eine Möglichkeit ist die Errichtung von Wohnhochhäusern. Auf diese Weise können viele Wohneinheiten auf vergleichsweise geringer Fläche entstehen. Jedoch schwingt bei Immobilienprojekten dieser Art immer die Gefahr einer Ghettoisierung mit. In diesem Bereich ist Düsseldorf ein gebrantes Kind. So entstand zum Beispiel Ende der 1950er Jahre aufgrund von Wohnungsknappheit der Stadtteil Garath. Für eine ca. 230 Hektar großen Fläche wurde damals das größte zusammenhängende Wohnprojekt Düsseldorfs geplant. Bis zu 8.000 günstige Wohnungen für fast 30.000 Einwohner sollten in der „Wohnstadt Garath“ entstehen. Leider sorgten die Stadtplaner damals nicht für eine ausreichend breite Durchmischung der sozialen Milieus, was ab den 1970er Jahren vermehrt für Spannungen sorgte. Infolgedessen haftet dem Stadtteil in der Außenwahrnehmung bis heute mitunter ein schlechtes Image an. Zu Unrecht wie viele Garrather sagen, jedoch sind verschiedene Ghettoisierungseffekte im Stadtteil nicht von der Hand zu weisen.

    Dies mag mitunter ein Grund dafür sein, warum Hausbesitzer eine neue Sicherheitssensibilität entwickeln und Wohnungen und Häuser in entsprechenden Viertlen mit einbruchsicheren Türen und Fenstern und anderer Sicherheitstechnik ausrüsten. Auf der Suche nach kompetenten Ansprechpartnern in Sicherheitsfragen wenden sie sich häufig an die Kriminalprävention der Polizei, aber auch an Schlüsseldienste, wie den Schlüsseldienst Düsseldorf. Diese verzeichnen in den letzten Jahren eine gestiegene Nachfrage nach Sicherheitstechnik bei ihren Kunden, was jedoch auch auf eine wachsende Anoynmisierung in Großstädten und die gesteigerte mediale Berichterstattung zurückzuführen sein dürfte. Denn die Polizeiliche Kriminalstatistik belegt, dass die Einbruchszahlen in Düsseldorf zuletzt deutlich zurückgegangen sind.

    Quotierungsregelung, Nachverdichtung, Umwidmung

    In den vergangenen Jahren waren die Düsseldorfer Stadtplaner nach allgemeiner Wahrnehmung vor allem darauf Bedacht, Wohntürme im gehobenen Preissegment zu realisieren. Beispiele dafür sind zum Beispiel das Pandion Le Grand in Derendorf oder das Projekt „Heimathafen“ im Medienhafen. Jedoch versucht die Stadt gezielt einem soziale Ungleichgewicht vorzubeugen und auch einkommensschwächeren Bürgern den Zugang zu derartigem Wohnraum zu ermöglichen. Dafür wurde unter anderem das Handlungskonzept für den Wohnungsmarkt „Zukunft Wohnen.Düsseldorf“ eingeführt. Kern dieses Konzepts ist eine „Quotierungsregelung“, nach der insgesamt 40 Prozent der neu geplanten Wohneinheiten im öffentlich geförderten und preisgedämpften Segment realisiert werden müssen. Dadurch soll ein ausgewogenes Wohnraumangebot in allen Preissegmenten sichergestellt werden. Die Stadt bemüht sich zudem um eine effiziente Nachverdichtung in bestehenden Wohngebieten. So gibt es im gesamtzen Stadtgebiet Flächen zum Beispiel in Innenhöfen, die noch Platz für Neubauten bieten. Auch ein Recycling von Flächen und alten Gebäuden soll neuen Wohnraum erschließen. So können aus Büros durch Abriss und Neubau teilweise Wohnungen entstehen. Dafür ist jedoch je nach Beschaffenheit des Grundstücks eine Umwidmung notwendig. Dafür muss der Verwendungszweck im Flächenwidmungsplan geändert werden, was mitunter langwierig sein kann. Die Stadt ist jedoch bemüht, entsprechende Anträge für neuen Wohnraum möglichst schnell zu bearbeiten.

    Kreative Ideen sind gefragt!

    Insgesamt hält der Wohnungsmarkt in Düsseldorf also noch zahlreiche Herausforderungen bereit. Investoren und Planer sind aufgerufen, kreative Möglichkeiten zu finden, um weitere Wachstumspotentiale zu erschließen, die Stadt dabei aber langfristig attraktiv zu gestalten. Wie wäre es zum Beispiel mit der Münchener-Idee, Parkplätze von Supermärkten, Schwimmbädern oder dem Messegelände mit günstigen Wohnungen zu bebauen? Bei einem Modellprojekt in der Münchner City enstand ein Wohnkomplex auf Stelzen oberhalb eines Parkplatzes. Von den 111 Parkplätzen fielen durch die Maßnahmen nur 6 weg – dafür entstanden circa 100 Wohnungen in einem größtenteils aus günstigen Werkstoffen errichteten Haus darüber.

  • Wohntürme und Nachverdichtung in Düsseldorf

    Wohntürme und Nachverdichtung in Düsseldorf

    Düsseldorf ist als Wohnort überaus beliebt. In den vergangenen Jahren wuchs die Einwohnerzahl in der NRW Landeshauptstadt stetig an und überschritt im Jahr 2014 die Schallmauer von 600.000 gemeldeten Einwohnern. Doch die Landeshauptstadt hat mit dieser Entwicklung auch ihre Probleme.

    Entwicklungen auf dem Düsseldorfer Wohnungsmarkt

    Düsseldorf ist als Wohnort überaus beliebt. In den vergangenen Jahren wuchs die Einwohnerzahl in der NRW Landeshauptstadt stetig an und überschritt im Jahr 2014 die Schallmauer von 600.000 gemeldeten Einwohnern. Doch die Landeshauptstadt hat mit dieser Entwicklung auch ihre Probleme: die Stadt am Rhein ist von zwei bereits stark urbanisierten Kreisen umschlossen: dem Rhein-Kreis Neuss (über 450.000 Einwohner) und dem Kreis Mettmann (über 480.000 Einwohner) mit jeweils 8 bzw. 10 Gemeinden. Durch diesen Umstand ist eine flächenmäßige Ausweitung der Landeshauptstadt nahezu ausgeschlossen. Deswegen kennzeichnet sich seit einigen Jahren ein klarer Trend ab: in Düsseldorf wird verstärkt in die Höhe gebaut. Zudem ist das Thema Nachverdichtung dauerpräsent. Doch was bedeuten diese beiden Themen konkret für das Leben in der Stadt?

    Steigende Mietpreise

    Wo die Fläche begrenzt ist, geht der Blick in die Höhe. Soweit so nachvollziehbar. Jedoch waren in Düsseldorf zuletzt vor allem hochpreisige Wohnflächen gefragt – zumindest nach Ansicht vieler Immobilienexperten und Investoren. Das führte in den vergangenen Jahren dazu, dass vor allem im hochpreisigen Segment neue Projekte realisiert wurden und im Zuge dessen die Mietpreise stiegen. Zahlte man im Jahr 2011 bei einer Mietwohnung mit durchschnittlich 60 m² Wohnfläche noch 8,77 € pro Quadratmeter, so waren es 2017 bereits 10,21 €. Insgesamt lag der Mietspiegel in der Stadt mit 11,31 € pro Quadratmeter im vergangenen Jahr deutlich über dem Landes- (7,57 €/m²) bzw. Bundesdurchschnitt (7,97 €/m²).

    Hinzu kommt ein signifikanter Unterschied der Wohnbebauung in Düsseldorf zu den umliegenden Gemeinden. Ende 2011 lag der Wohnungsbestand laut Angaben der Stadt bei insgesamt 332.638 Einheiten. Nur knapp 13 Prozent davon verteilten sich auf Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern. Der überwiegende Teil ist also in Mehrfamilienhäusern zu finden. In den Kreisen Neuss und Mettmann findet man hingegen einen deutlich höheren Anteil an Ein- und Zweifamilienhausbebauung. Dieser Umstand führt zu einer sogenannten Umlandwanderung der Düsseldorfer Bevölkerung, insbesondere für den Fortzug von Familien mit Kindern.

    Die Politik versucht dieser Entwicklung seit einigen Jahren aktiv entgegenzuwirken und formulierte im Zuge dessen 2016 das Handlungskonzept ZUKUNFT WOHNEN.DÜSSELDORF für den Wohnungsmarkt. Wesentlicher Bestandteil dieses Konzepts ist eine Quotierungsregelung. Diese besagt, dass Wohnungsbauvorhaben insgesamt 40 Prozent der geplanten Wohneinheiten im öffentlich geförderten und preisgedämpften Wohnungsbau zu realisieren sind. Ein erster Schritt zur Besserung, auch wenn diese Regelungen erst auf neue Bauvorhaben anzuwenden sind.

    Herausforderung Nachverdichtung

    Da die Flächen innerhalb der Stadt begrenzt sind, ist die städtebauliche Nachverdichtung eine logische Konsequenz der Städteplaner. Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) möchte durch entsprechende Maßnahmen neuen Wohnraum in bestehenden Wohngebieten erschließen. So könnten etwa Innenhöfe bebaut oder veraltete Gebäude mit niedriger Geschosshöhe abgerissen und neu bebaut werden, um zusätzliche Wohneinheiten zu schaffen. Jedoch müssen entsprechende Flächen erst gefunden und erschlossen werden, bevor man Investoren für potentielle Projekte gewinnen kann. Eine zeitintensive Aufgabe für die Stadtverwaltung.

    Der seit Jahren anhaltende Bevölkerungsanstieg bringt jedoch noch andere Probleme mit sich. So beklagen viele Bürger die wachsende Anonymisierung innerhalb der Gesellschaft. Viele Neu-Düsseldorfer kommen vor allem wegen der Arbeit und bleiben meist nur für einige Jahre. Soziale Kontakte werden eher spärlich aufgebaut, so dass das gesellschaftliche Miteinander leidet. Hinzu kommt ein wachsendes Sicherheitsbedürfnis innerhalb der Gesellschaft, das durch kritische Einbruchzahlen befeuert wird. Zwar war diese Entwicklung zuletzt wieder rückläufig, dennoch raten Experten nicht ohne Grund, beim Verlassen der Wohnung die Haustür immer abzuschließen – auch wenn man die Wohnung nur kurzzeitig verlässt. Sollte der Schlüssel verlegt oder vergessen werden, kann ein lokaler Schlüsseldienst die Haustür notfalls professionell öffnen. Ein inzwischen gängiger Trend, da viele ihren Zweitschlüssel aufgrund der steigenden Anonymisierung seltener beim Nachbarn hinterlegen.

    Wohnen in der Innenstadt besonders beliebt

    Besonders gefragt sind in Düsseldorf weiterhin die zentrumsnahen Stadtteile. Besonders hoch im Kurs stehen dabei Golzheim und Pempelfort, dicht gefolgt von Bilk und Flingern. Besonders hochpreisig wohnt man in den linksrheinischen Stadtteilen Oberkassel und Niederkassel oder im Hafen (über 10,50 pro Quadratmeter), sowie in den nördlichen Stadtteilen Kaiserswerth und Wittlaer. Deutlich günstigeren Wohnraum kann man hingegen in den Randbezirken finden, etwa im eher ländlich geprägten Hubbelrath. Mit Quadratmeterpreisen von unter 8,40 € sind auch Garath, Hassels oder Himmelgeist verhältnismäßig günstig.