Schlagwort: Rheinbahn

  • 115 Meter hohes Hochhaus am Hauptbahnhof Düsseldorf geplant

    115 Meter hohes Hochhaus am Hauptbahnhof Düsseldorf geplant

    Der Hauptbahnhof Düsseldorf soll umfangreich umgebaut werden. Neben einer Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platz soll auch das Bahnhofsgebäude modernisiert werden. Zudem soll ein rund 115 Meter hohes Hochhaus gebaut werden.

    Planungen laufen bereits seit Jahren

    Schon seit vielen Jahren gibt es Planungen zur Umgestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes vor dem Hauptbahnhof Düsseldorf. In der DC diskutierten wir bereits 2005 erste Planungen. Diese wurden in den Folgejahren immer wieder umgeworfen, neu ausgeschrieben und in der Folge kontrovers diskutiert. Vor zwei Jahren gab es dann einen (hoffentlich) abschließenden Wettbewerb, dessen überarbeitete Ergbnisse nun vorliegen. Der neue Entwurf sieht neben einer umfangreichen Neugleiderung des Platzes auch einen weitreichenden Umbau des Bahnhofsgebäudes vor. Zudem soll aber ein rund 115 Meter hohes Hochhauses errichtet werden. Damit bewegen sich die Planungen auf einem neuen Niveau.

    Neugliederung des Konrad-Adenauer-Platzes

    Die Planungen für den Umbau des Düsseldorfer Hauptbahnhofes basieren auf den Ergebnissen eines gemeinsamen Wettbewerbs von Landeshauptstadt Düsseldorf und der DB Station&Service AG. Sie sehen eine umfangreiche Neugliederung des Konrad-Adenauer-Platzes vor, so dass der Platz „durch seine gesteigerte Attraktivität auch als Treffpunkt und Aufenthaltsort dienen“ soll. Dafür sind neue Ruhe- und Verweilbereiche und auch ein großer Brunnen geplant. Bäume in lockerer Anordnung sollen den Platz in Nord-Süd-Richtung strukturieren. Insgesamt werden 60 Bäume neu gepflanzt aber auch einige gefällt. Der Verkehr auf dem Platz wird grundlegend neu geregelt. Die Gleisführung wird vereinheitlich und optimiert, was mehr Platz für andere Nutzungen schafft. Die Straßenbahnhaltestellen werden auf 80 Meter verlängert und barrierefrei ausgebaut. Auch die Busse der Rheinbahn erhalten neue, 60 Meter lange Haltestellen.

    Eine unterirdische Fahrradgarage soll Platz für 1.500 bis 2.300 Fahrräder bieten. Dafür wird ein ungenutzter Bunker im Süden des Konrad-Adenauer-Platzes umgebaut. Zugangsmöglichkeiten sollen sowohl auf dem Platz entsteht, als auch in Form einer Rampe auf der Bismarckstraße geschaffen werden.

    Bahnhofsgebäude wird um drei Stockwerke erhöht

    Die Fassade des Hauptbahnhofes soll im Kern erhalten bleiben. Allerdings soll das breite Hauptgebäude um drei weitere Stockwerke erhöht werden. Dafür wird der Baukörper dahinter komplett erneuert. Künftig soll über eine elliptisch gestreckte Glasfläche Tageslicht in das Begäude einfallen. Das Empfangsgebäude soll neu strukturiert werden und das Bild eines „Bahnhofs der Zukunft“ widerspiegeln. Im Erdgeschoss soll es weiterhin Einzelhandel und Gastronomie geben, im 1. Stockwerk sind neben einem Restaurant, der DB Lounge, einem Zugang zum Hotel und Flächen für die Bundespolizei auch ein Co-Working-Space vorgesehen. Die drei oberen Stockwerke will die Deutsche Bahn für eigene Büros und ein weiteres Hotel nutzen. Ob diese Planungen mit dem für das gebäude gültigen Denkmalschutz zu vereinbaren sind, ist noch zu klären.

    115 Meter hohes Hochhaus geplant

    Das geplante Hochhaus soll einen visuellen Bezug zwischen der Innenstadt und dem Hauptbahnhof herstellen und den bisher eher stiefmütterlich behandelten Standort Bahnhof weithin sichtbar machen. Es wird an der Nord-Seite, zum Multiplex-Kino entstehen und eine Höhe von 115 Meter haben. Von den insgesamt 31 Geschosse sind 28 für Büros vorgesehen. Im Erdgeschoss soll es Flächen für Einzelhandel geben. Darüber ist eine direkte Anbindung an den neuen RRX-Bahnsteig vorgesehen. Unterhalb des Gebäudes finden sich auf drei Geschossen Parkplätze, Car-Sharing Angebote und weitere Mobilitätskonzepte.

    Ein konkreter Bautermin steht bislang noch nicht fest.

  • Drei neue MetroBus Linien für Düsseldorf

    Drei neue MetroBus Linien für Düsseldorf

    Im August 2018 starten in Düsseldorf drei neue Buslinien: Die sogenannten MetroBusse. Sie sollen vor allem für Pendler interessant sein und diese zum Umstieg vom Auto auf das ÖPNV-Angebot bewegen. Dafür sind die neuen Fahrzeuge deutlich komfortabler ausgestattet, profitieren von zahlreichen Beschleunigungsmaßnahmen und sind so deutlich schneller innerhalb der Stadt unterwegs.

    MetroBusse in Düsseldorf

    Seit Ende August ergänzen drei neue Buslinien das Mobilitätsangebot der Rheinbahn. Die sogenannten MetroBusse sollen die Fahrgäste schneller und komfortabler quer durch die Stadt bringen und gleichzeitig die bestehenden Buslinien entlasten. Dadurch soll das ÖPNV-Angebot in Düsseldorf vor allem für Pendler interessanter werden, damit diese vom Auto auf den Bus umsteigen.

    Die MetroBus Linien M1, M2 und M3 halten nur an den wichtigsten Haltestellen und ermöglichen so eine deutlich kürzere Fahrt. Möglich wird dies auch durch etwa 20 Beschleunigungsmaßnahmen, die auch anderen Linien entlang der Strecken zugutekommen. Dazu zählen Haltestellenverlegungen, neue Busspuren und eine verbesserte Ampelschaltung entlang der Strecke.

    MetroBus-Linien fahren alle 20 Minuten

    Die Linie M1 verbindet die Haltestelle „Freiligrathplatz“ über „Gerresheim S“ mit „Benrath S“. Die Linie M2 fährt vom „Nikolaus-Knopp-Platz“ über die „Heinrichstraße“ bis zum „Staufenplatz“ und die Linie M3 von der Haltestelle „Am Seestern“ über die Universität bis „Reisholz S“. Die mit einem auffäliggen großen M auf der Fahrzeugseite gekennzeichneten Busse sind Montags bis freitags von 6 bis 21 Uhr, und Samstags von 8 bis 21 Uhr im 20-Minuten-Takt unterwegs.

    Mit insgesamt 17 neu gelieferten Bussen werden die neuen Routen befahren. Diese haben serienmäßig viele Extras an Bord, so zum Beispiel freies WLAN, eine Klimaanlage, USB-Anschlüsse unterhalb der Sitze zum Aufladen von Handys oder Tablets oder moderne Ticketautomaten im Bus. Die Diesel-Fahrzeuge zeichnen sich zudem laut Rheinbahn durch einen besonders geringen Stickstoffausstoß aus. So hätte der TÜV Nord in einem Test beim polnischen Hersteller nachgewiesen, dass die Fahrzeuge die zulässigen Grenzwerte deutlich unterschreiten. Dennoch könnten die Busse von einem künftigen Diesel-Fahrverbot betroffen sein, wie die NRZ berichtet. Daher denkt die Rheinbahn bereits über die Anschaffung von Bussen mit schadstofffreien Antriebssystemen nach.

    Die neuen MetroBus-Verbindungen sind Teil des Nahverkehrsplan, der seit dem Frühjahr 2017 von der Rheinbahn, dem Dezernat für Planen, Bauen, Mobilität und Grundstückswesen sowie dem Amt für Verkehrsmanagement geplant wurde. Das nun eingeführte Konzept wird von den Rheinbahnvorständen Michael Clausecker und Klaus Klar zudem als wichtger Betstandteil der Wachstumsstrategie „Rheinbahn 2021“ gesehen. Mit den neuen Buslinien wolle man zuverlässiger und schneller werden und vor allem die steigende Nachfrage im Ring um die Innenstadt bedienen.

    Den Liniennetzplan der neuen MetroBussen in Düsseldorf findet ihr hier.