Schlagwort: Karneval

  • Was wird aus dem Kö-Treiben am Karnevalssonntag?

    Was wird aus dem Kö-Treiben am Karnevalssonntag?

    ​Es war ein echter Paukenschlag als das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) das beliebte Kö-Treiben am Karnevalssonntag auf der Königsallee vor wenigen Tagen überraschend ​absagte. Viele Karnevalisten zeigten wenige Verstädnis für die harte Entscheidung, jedoch gibt es gute Gründe für die Ankündigung.

    Kein Straßenkarneval mehr auf der Kö?

    Das sogenannte Kö-Treiben ist fester Bestandteil des Düsseldorfer Straßenkarnevals und ein unverzichtbares Highlight für viele Karnevalisten. Zehntausende Jecken tummeln sich am Tag vor Rosenmontag auf dem Düsseldorfer Prachtboulevard, der an diesem Tag ausschlißlich den Düsseldorfern und Düsseldorferinnen gehört. Zahllose Fußgruppen laufen mit liebevoll gestalteten Wagen über die Kö, Kapellen spielen auf und an den vielen gastronomischen Ständen gibt es vielfältige Möglichkeit sich mit allerlei Leckereien oder dem nächsten Altbier zu versorgen.

    Den wenigsten war jedoch bislang bewusst, dass die Veranstaltung offiziell vom Comitee Düsseldorfer Carneval organisiert wird – und viel Geld kostet. Aufgrund deutlich gestiegener Kosten und zustätzlicher Sicherheitsauflagen war zuletzt ein Minus von 50.000 bis 60.000 Euro zu verzeichnen gewesen, so das CC. Daher musste nun die Reißleine gezogen werden. Eine vollständige Absage für das Kö-Treiben 2024 drohte.

    Rettung für Kö-Treiben

    Doch bereits 24 Stunden später war bereits klar, dass die Düsseldorfer Jecken auch in diesem Jahr wieder auf der Königsallee ihren bunten Straßenkarneval feiern können. Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, wird der Schaustellerverband die Organisation vom CC übernehmen. Laut Schaustellerchef Oliver Wilmeringhatte der Verband das Kö-Treiben bereits vor über 30 Jahren organisiert, und möchte das nun gerne wieder tun. In enger Absprache mit der Stadt soll nun ein konkretes Konzept zum Kö-Treiben 2024 ausgearbeitet werden. Auch das CC könnte dabei einbezogen werden, so Oberbürgermeister Keller gegenüber Antenne Düsseldorf. Er betonte zudem, dass ein ersatzloser Wegfall des traditionsreichen Kö-Treibens keine Option für die Stadt gewesen sei.

    Somit wird auch am Tulpensonntag 2024 wieder aus tausenden Kehlen ein dreifach Düsseldorf Helau auf der Kö zu hören sein. Am 19.02. geht es wie gewohnt um 11 Uhr los. Wir freuen uns bereits darauf :)

  • Rosenmontagszug in Düsseldorf fällt aus – Session weitestgehend abgesagt

    Rosenmontagszug in Düsseldorf fällt aus – Session weitestgehend abgesagt

    Auf einem „Karnevalsgipfel“ beschließen Landesregierung und Karnevalisten aus Düsseldorf, Köln, Bonn und Aachen gemeinsam starke Einschränkungen für die Karnevalssession 2020/21. Auf Grund der Corona-Pandemie wird sie zwangsläufig ein völlig anderes Gesicht haben als gewohnt. So werden der Rosenmontagszug, Straßenkarneval und zahlreiche Karnevalsbälle nicht stattfinden können. „Karnevalistische Kulturveranstaltungen“ sollen aber möglich sein.

    „Karnevalsgipfel“ beschließt starke Einschränkungen

    Karneval wird in diesem Jahr nur stark eingeschränkt stattfinden können. Das hat das Land NRW auf einem „Karnevalsgipfel“ gemeinsam mit Karnevalisten aus Düsseldorf, Köln, Bonn und Aachen beschlossen. Laut einer Pressemeldung aus dem Rathaus werden die Brauchtumsveranstaltungen in diesem Winter „weitgehend reduziert“. Großen Umzüge, wie der Rosenmontagszug in Düsseldorf werden nicht stattfinden können. Auch Karnevalsbälle und der klassische Straßenkarneval sind auf Grund der Corona-Schutzverordnung des Landes nicht möglich.

    Karnevalistische Kulturveranstaltungen dürfen stattfinden

    Immerhin sollen sogenannte „karnevalistische Kulturveranstaltungen“ unter strengen Auflagen stattfinden können. So zum Beispiel das Hoppeditz-Erwachen am 11.11. auf dem Rathausplatz, das entsprechende Beschränkungen unterliegt. Nur eine begrenzte Personenzahl wird vor dem Rathaus zugelassen. Zudem wird es ein striktes Alkoholverbot geben. Weiter setze man auf „kleine, feine Veranstaltungen mit vernünftigen Hygienekonzepten“, anstatt auf große gesellige Veranstaltungen.

    OB: Entscheidung wenig überraschend

    Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel kommentierte den Beschluss des „Karnevalsgipfels“ wie folgt: „Diese Entscheidung kann angesichts der Pandemielage niemanden überraschen. Es ist natürlich enttäuschend für die Vereine und die Jecken, dass der Karneval, wie wir ihn kennen, nicht möglich sein wird. Immerhin haben die Vereine jetzt weitestgehend die Planungssicherheit, die für sie wichtig ist. Es ist für die Zukunft auch gut, dass das Land finanzielle Hilfen für die Karnevalsvereine in Aussicht gestellt hat.“

    Finanzielle Hilfe für Karnevalsvereine

    Um notleidende Karnevalsvereine finanziell zu unterstützen, wird die Landesregierung das sogenannte „Vereinshilfsprogramm“ verlängern. Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei, gab eine Summe von 50 Millionen Euro. bekannt, die dafür zur Verfügung stehe. Damit wolle man dabei helfen, Heimat- und Brauchtumspflege zu erhalten, so Liminski. Doch auch unter wirtschaftlichen Aspekten ist eine Hilfe sinnvoll. Immerhin gilt Karneval vor allem in der Karnevalshochburg Düsseldorf und der 40 Kilometer südlich gelegenen Domstadt als wichtiger Umsatzfaktor.