Schlagwort: Deutsche Oper am Rhein

  • Standort für die neue Düsseldorfer Oper beschlossen

    Standort für die neue Düsseldorfer Oper beschlossen

    Lange wurde abgewogen und diskutiert, nun endlich ist die Entscheidung für den Standort der neuen Düsseldorfer Oper gefallen. Der geplante Neubau soll an der selben Stelle an der Heinrich-Heine-Allee entstehen, wo bislang die bisherige Oper beheimatet ist. Das gab der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf nach seinem Beschluss in der Sitzung vom 15. Juni bekannt.

    Somit können nun die bisherigen Planungen konkretisiert und ein Architekten- und Ingenieurwettbewerb für das „Opernhaus der Zukunft“ initiiert werden. Auch die Durchführung einer Machbarkeitsstudie zur Umsetzung einer Interimsspielstätte für die Deutsche Oper am Rhein ist vorgesehen, da die bestehenden Räumlichkeiten während der Bauphase naturgemäß nicht zur Verfügung stehen werden.

    Deutsche Oper am Rhein muss neu gebaut werden

    Vorgesehen ist ein vollständiger Neubau des Opernhauses, der übrigens bereits Ende 2021 beschlossen wurde. Seither wurden verschiedene Visionen mehrer Architekturbüros gesichtet und die Standortfrage vielfach heiß diskutiert. Kritiker befürchten, dass der ursprünglich geplante Kostenrahmen deutlich überschritten wird und sehen bereits, ähnlich wie bei der Hamburger Elbphilharmonie, ein Milliardenprojekt auf die Landeshauptstadt von NRW zukommen. Eine ebenfalls diskutierte Sanierung des bestehenden Hauses ist aus verschiedenen Gründen nicht möglich bzw. wirtschaftlich nicht darstellbar, weswegen entsprechende Planungen verworfen wurden.

    Städtebauliches Leuchtturmprojekt am Hofgarten

    In der Pressemeldung zur Standortentscheidung heißt es, dass die Entscheidung für die Heinrich-Heine-Allee, verbunden mit der Realisierung eines städtebaulichen Leuchtturmprojekts, eine nachhaltige Investition in die Zukunft darstelle. Nach Ansicht der Rastmehrheit wird der Hofgarten durch den Neubau der Oper aufgewertet und soll zusätzliche Attraktivität gewinnen. Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller betonte, dass man durch den Architekten- und Ingenieurwettbewerb sicherstelle, dass beim Bauvorhaben höchste Qualitätsstandards umgesetzt würden. „Wir wollen Qualität, keinen Luxus. Die Oper soll eine neue Begegnungsstätte werden, die alle Düsseldorferinnen und Düsseldorfer und Menschen von außerhalb einlädt, Kultur und Kunst zu erleben“, so Keller.

    Baustart bislang noch Zukunftsmusik

    Bis die neue Spielstätte der Deutschen Oper am Rhein jedoch tatsächlich gebaut wird, wird noch viel Wasser den Rhein hinunterfließen. Denn bevor der geplante Architekten- und Ingenieurwettbewerb starten kann, soll im ersten Quartal 2024 über die Interimsspielstätte abgestimmt werden. Erst im zweiten Quartal 2024 soll dann der Wettbewerb stattfinden, dessen Eregbnisse bis Juni oder Juli 2025 erwartet werden dürfen.

  • Bekommt Düsseldorf eine neue Oper?

    Bekommt Düsseldorf eine neue Oper?

    Die Düsseldorfer Oper muss für mindestens 18 Millionen Euro saniert werden – dabei sind wichtige Erweiterungen noch nicht berücksichtigt. Eine spannende Alternative könnte aber auch ein Neubau der Oper sein, wie ihn das Expertenbüro „Projektschmiede“ vorgeschlagen hat. Die damit angesprochenen Optionen sollen nun in einem Fach-Symposium diskutiert werden.

    Diskussion um einen Oper-Neubau in Düsseldorf

    Die Düsseldorfer Oper ist seit geraumer Zeit in keinem guten Zustand: Das Dach muss erneuert werden, ein Großteil der Technik ist veraltet und auch das Inventar ist abgenutzt. Nach Expertenschätzung werden mindestens 18 Millionen Euro für eine Sanierung benötigt.

    Eine Alternative wäre ein Neubau. Das Expertenbüro „Projektschmiede“ sieht viele Vorteile in dieser radikalen Lösung. So könnten endlich Modernisierungen berücksichtigt werden, für die im aktuellen Objekt schlicht der Platz fehle. Zudem könne man bei einem Neubau über eine Mischnutzung nachdenken, um den Teile der Kosten aufzufangen. Denkbar wäre zum Beispiel ein in das Gebäude integriertes Hotel, eine sogenannte „Kultur Lounge“ oder Räumlichkeiten für eine Musikschule. Das Büro hat nun eine erste Idee für einen spektakulären Neubau entwickelt. Dadurch soll der Diskurs in der Bürgerschaft angekurbelt werden. Die CDU wünscht sich nun ein Symposium zur Zukunft der Oper am Rhein. Auch die FDP findet den Gedanken eines Neubaus unterstützenswert und schlägt als neuen Standort den Medienhafen vor.

    Eine neue Oper in Düsseldorf
    So könnte die neue Oper in Düsseldorf aussehen, Quelle: Projektschmiede

    Die aktuellen Planungen für die Oper in Düsseldorf sehen nun drei Optionen vor:

    • Neubau an alter Stelle – Arbeitstitel: „Kö-Bogen Oper“. Nachteil: die Oper hätte für mindestens 5 Jahre kein Zuhause.
    • Neubau an anderer Stelle – denkbar wäre eine Fläche im Medienhafen. In diesem Fall könnte das Filetgrundstück, auf dem die Oper aktuell steht, vermarktet werden. Hier wäre nach Einschätzung von Architekt Jan Hinnerk Meyer auch ein Hochhaus denkbar. Durch die Vermarktung könnten in jedem Fall Einnahmen in Millionenhöhe generiert werden, um das Neubauprojekt zu finanzieren.
    • Sanierung – kurzfristig gesehen definitiv die günstigste Lösung, jedoch auf lange Sicht keine zufriedenstellende. Erweiterungen wären kaum möglich und viele Chancen blieben ungenutzt.

    Diese Optionen sollen nun in einem Fach-Symposium mit Intendanten, Architekten und andere Akteuren aus der Branche diskutiert werden. Der Antrag dazu soll am 20. September im Rat behandelt werden. Anschließend könnte die Planung konkretisiert werden und ein internationaler Architekten-Wettbewerb ausgelobt werden.