Kategorie: Städtebau

  • Bekommt Düsseldorf eine neue Oper?

    Bekommt Düsseldorf eine neue Oper?

    Die Düsseldorfer Oper muss für mindestens 18 Millionen Euro saniert werden – dabei sind wichtige Erweiterungen noch nicht berücksichtigt. Eine spannende Alternative könnte aber auch ein Neubau der Oper sein, wie ihn das Expertenbüro „Projektschmiede“ vorgeschlagen hat. Die damit angesprochenen Optionen sollen nun in einem Fach-Symposium diskutiert werden.

    Diskussion um einen Oper-Neubau in Düsseldorf

    Die Düsseldorfer Oper ist seit geraumer Zeit in keinem guten Zustand: Das Dach muss erneuert werden, ein Großteil der Technik ist veraltet und auch das Inventar ist abgenutzt. Nach Expertenschätzung werden mindestens 18 Millionen Euro für eine Sanierung benötigt.

    Eine Alternative wäre ein Neubau. Das Expertenbüro „Projektschmiede“ sieht viele Vorteile in dieser radikalen Lösung. So könnten endlich Modernisierungen berücksichtigt werden, für die im aktuellen Objekt schlicht der Platz fehle. Zudem könne man bei einem Neubau über eine Mischnutzung nachdenken, um den Teile der Kosten aufzufangen. Denkbar wäre zum Beispiel ein in das Gebäude integriertes Hotel, eine sogenannte „Kultur Lounge“ oder Räumlichkeiten für eine Musikschule. Das Büro hat nun eine erste Idee für einen spektakulären Neubau entwickelt. Dadurch soll der Diskurs in der Bürgerschaft angekurbelt werden. Die CDU wünscht sich nun ein Symposium zur Zukunft der Oper am Rhein. Auch die FDP findet den Gedanken eines Neubaus unterstützenswert und schlägt als neuen Standort den Medienhafen vor.

    Eine neue Oper in Düsseldorf
    So könnte die neue Oper in Düsseldorf aussehen, Quelle: Projektschmiede

    Die aktuellen Planungen für die Oper in Düsseldorf sehen nun drei Optionen vor:

    • Neubau an alter Stelle – Arbeitstitel: „Kö-Bogen Oper“. Nachteil: die Oper hätte für mindestens 5 Jahre kein Zuhause.
    • Neubau an anderer Stelle – denkbar wäre eine Fläche im Medienhafen. In diesem Fall könnte das Filetgrundstück, auf dem die Oper aktuell steht, vermarktet werden. Hier wäre nach Einschätzung von Architekt Jan Hinnerk Meyer auch ein Hochhaus denkbar. Durch die Vermarktung könnten in jedem Fall Einnahmen in Millionenhöhe generiert werden, um das Neubauprojekt zu finanzieren.
    • Sanierung – kurzfristig gesehen definitiv die günstigste Lösung, jedoch auf lange Sicht keine zufriedenstellende. Erweiterungen wären kaum möglich und viele Chancen blieben ungenutzt.

    Diese Optionen sollen nun in einem Fach-Symposium mit Intendanten, Architekten und andere Akteuren aus der Branche diskutiert werden. Der Antrag dazu soll am 20. September im Rat behandelt werden. Anschließend könnte die Planung konkretisiert werden und ein internationaler Architekten-Wettbewerb ausgelobt werden.

  • Neues Hallenbad für das linksrheinische Düsseldorf

    Neues Hallenbad für das linksrheinische Düsseldorf

    Im linksrheinische Düsseldorf entsteht derzeit ein neues Hallenbad. Das Neubauprojekt an der Pariser Straße wird ein multifunktioneller Bau der auch einen Fußballplatz, Gastronomie und verschiedene Zusatzräume beherbergen soll.

    Spatenstich für neues Hallenbad mit Rheinblick

    An der Grenze zwischen den linksrheinischen Stadtteilen Oberkassel und Heerdt entsteht ein neues Hallenbad. Der Spatenstich für das Neubauprojekt an der Pariser Straße, in unmittelbarer Nähe zum Rhein, wurde Ende Mai getätigt. Geplant ist ein Hallenbad mit 25-Meter-Becken sowie eines thermisch und akustisch getrennten Lehrschwimm- und Kursbeckens mit Hubboden. Ein Kinderplanschbecken und ein Warmwasserbecken gehören ebenfalls zur Ausstattung.

    Neues Hallenbad in Oberkassel
    Das neue Hallenbad mit Blick auf den Rhein soll 2020 fertiggestellt sein, Foto: Bädergesellschaft Düsseldorf mbH

    Multifunktioneller Bau

    Zahlreiche Erweiterungen wie eine Physiotherapiepraxis, ein Gymnastikraum und ein Veranstaltungsraum mit Außenterrasse und Gastronomie unterstreichen die Multifunktionalität des Neubaus. Auch die Bezirksverwaltungsstelle 4 für Oberkassel, Niederkassel, Lörick und Heerdt soll dort neue Räume beziehen. Durch die konzeptionelle Erweiterung und eine ausgeprägte Barrierefreiheit soll der Komplex, dessen Architektur an einen im Rhein liegenden Kieselstein erinnern soll, nicht nur aus schwimmsportlicher Sicht eine Bereicherung werden, sondern auch als zentrale Sport- und Begegnungsstätte für die linksrheinischen Stadtteile dienen. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2020 geplant. Das Konzept ist Bestandteil des Bäderkonzepts 2020, im Rahmen dessen die Düsseldorfer Schwimmbäder modernisiert werden.

    Wohnungsbau auf altem Areal

    Nötig wird der Neubau, nachdem das ursprüngliche Gartenhallenbad an der Lütticher Straße 2015 wegen baulicher Mängel stillgelegt wurde. Inzwischen ist der Komplex abgerissen und das Grundstück für eine Weiterentwicklung vorbereitet worden. Die Stadt wünscht sich in dieser attraktiven Lage Wohnungsbau. Ein Verkauf an einen solventen Investor soll einige Millionen Euro in die Stadtkasse spülen. Damit soll zumindest ein Teil der Neubau-Kosten gedeckt werden.

    Ideale Verkehrsanbindung

    Das neue Hallenbad im Linksrheinischen wird laut Bädergesellschaft Düsseldorf eine ideale Verkehrsanbindung haben. Mit der Rheinbahn kommt man über die beiden Haltestellen „Drususstraße“ und „Dominikus-Krankenhaus“ zum neuen Standort. Zudem soll es ausreichend Parkmöglichkeiten für Gäste geben die mit dem Pkw anreisen. Der Clou: auf dem Dach der geplanten Großgarage ist ein Fußballfeld geplant.